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Weltkonjunktur und deutsche Konjunktur im Winter 2011

Author

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  • Boysen-Hogrefe, Jens
  • Gern, Klaus-Jürgen
  • Jannsen, Nils
  • Plödt, Martin
  • Van Roye, Björn
  • Scheide, Joachim
  • Schwarzmüller, Tim
  • Groll, Dominik
  • Kooths, Stefan

Abstract

[Weltkonjunktur mit geringer Dynamik] Die Erholung der Weltkonjunktur ist im Jahr 2011 ins Stocken geraten. Zur Jahreswende steht die Weltwirtschaft unter dem Eindruck der Staatsschuldenkrise im Euroraum, Unsicherheiten über den Zustand des Finanzsektors, Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der finanzpolitischen Diskussion in den Vereinigten Staaten und einer überraschend schwachen Dynamik in den Schwellenländern. Für die Prognose ist angenommen, dass es noch einige Monate dauert, bis sich die Belastungen merklich verringern; eine Verschärfung der Vertrauenskrise ist jedoch nicht unterstellt. Unter diesen Voraussetzungen erwarten wir, dass die Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Winterhalbjahr 2011/12 nur sehr schwach expandieren und danach nur langsam an Fahrt gewinnen wird. Die Wirtschaft in den Schwellenländern wird durch die schwache Ausweitung der Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Prognosezeitraum zunächst weiter gebremst; sie wird aber dank wirtschaftspolitischer Anregungen im Verlauf des kommenden Jahres wieder auf einen Pfad rascherer Expansion einschwenken. Die Zunahme der Weltproduktion insgesamt dürfte sich im Jahr 2012 auf eine Rate von nur noch 3,4 Prozent verringern, nach voraussichtlich 3,8 Prozent im zu Ende gehenden Jahr. Für 2013 erwarten wir eine wieder etwas stärkere Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts (4,0 Prozent). - [Deutsche Wirtschaft: Risiko einer Rezession bleibt hoch] Die Konjunktur in Deutschland gerät in eine Schwächephase. Die hohe Unsicherheit, die aus der Staatsschuldenkrise im Euroraum resultiert, wird sich zunehmend auf die Nachfrage der Haushalte und Unternehmen auswirken. Zudem dürften negative Impulse vom Außenhandel kommen, da die Produktion in wichtigen Handelspartnerländern im Euroraum zum Teil spürbar sinken dürfte. Jedoch wird die deutsche Wirtschaft nicht in eine Rezession geraten. Bereits im Sommerhalbjahr des kommenden Jahres dürfte die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnen. Dies hängt aber wesentlich davon ab, ob sich – wie von uns in dieser Prognose angenommen – die Lage an den Finanzmärkten beruhigt und sich eine Lösung der Schuldenkrise im Euroraum abzeichnet. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2012 und 2013 um 0,5 bzw. 1,7 Prozent expandieren. Die konjunkturelle Schwäche dürfte keine größeren Bremsspuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. Vielmehr wird die Arbeitslosigkeit im Durchschnitt beider Jahre voraussichtlich weiter sinken.

Suggested Citation

  • Boysen-Hogrefe, Jens & Gern, Klaus-Jürgen & Jannsen, Nils & Plödt, Martin & Van Roye, Björn & Scheide, Joachim & Schwarzmüller, Tim & Groll, Dominik & Kooths, Stefan, 2011. "Weltkonjunktur und deutsche Konjunktur im Winter 2011," Kiel Discussion Papers 498/499, Kiel Institute for the World Economy (IfW).
  • Handle: RePEc:zbw:ifwkdp:498-499
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    1. Jens Boysen-Hogrefe & Dominik Groll, 2010. "The German Labour Market Miracle," National Institute Economic Review, National Institute of Economic and Social Research, vol. 214(1), pages 38-50, October.
    2. Boss, Alfred & Scheide, Joachim & Groll, Dominik & Jannsen, Nils & Kooths, Stefan & van Roye, Björn & Kappler, Marcus & Sachs, Andreas, 2011. "Deutsche Konjunktur im Frühjahr 2011," Kiel Discussion Papers 490/491, Kiel Institute for the World Economy (IfW).
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    Cited by:

    1. Gern, Klaus-Jürgen & Jannsen, Nils & Plödt, Martin & van Roye, Björn & Scheide, Joachim & Schwarzmüller, Tim & Boysen-Hogrefe, Jens & Groll, Dominik & Kooths, Stefan, 2014. "Weltkonjunktur und deutsche Konjunktur im Sommer 2014," Kiel Discussion Papers 539/540, Kiel Institute for the World Economy (IfW).
    2. Boysen-Hogrefe, Jens & Groll, Dominik & Jannsen, Nils & Kooths, Stefan & Scheide, Joachim, 2014. "Deutsche Konjunktur im Herbst 2014," Kiel Discussion Papers 545/546, Kiel Institute for the World Economy (IfW).

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