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Möglichkeiten und Grenzen von makroökonomischen Modellen zur (exante) Evaluierung wirtschaftspolitischer Maßnahmen

  • Wolters, Maik

In dieser Studie werden die makroökonomischen Auswirkungen verschiedener Fiskalkonsolidierungspläne von Ländern der Eurozone analysiert. Dafür wird ein theoretisch fundiertes makroökonomisches Modell genutzt. Die Eignung des Modells und die Wichtigkeit verschiedener Features wie beispielsweise der Modellierung der Erwartungsbildung, eines detailliert modellierten Staatssektors und kreditbeschränkter Haushalte werden diskutiert. Mit dem Modell können die langfristigen Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum, Inflation und weitere Variablen sowie der dynamische Anpassungsprozess in der kurzen Frist analysiert werden. Die Hauptergebnisse zeigen, dass Konsolidierungspläne, die einen Schwerpunkt auf Steuererhöhungen setzen, gesamtwirtschaftlich ungünstigere Auswirkungen haben, als Konsolidierungen über Kürzungen auf der Ausgabenseite. Insbesondere Erhöhungen der Einkommen- oder Kapitalertragsteuer haben starke negative Auswirkungen zur Folge und reduzieren das Produktionspotenzial. Eine Erhöhung der Konsumsteuer verhindert eine starke Verringerung der wirtschaftlichen Aktivität in der kurzen Frist, hat aber kurz- und langfristig negative Auswirkungen auf den Konsum. Eine Senkung des Staatskonsums führt zu einem Sinken des BIPs in der kurzen Frist, der Konsum steigt hingegen. Gekoppelt mit einer langfristigen Steuersenkung können durch eine Reduzierung des Staatskonsums die gesamtwirtschaftliche Leistung und der Konsum in der langen Frist substantiell erhöht werden. Eine Senkung von Transferzahlungen wirkt selbst in der kurzen Frist expansiv. Gekoppelt mit einer langfristigen Steuersenkung kann durch Transferreduzierungen das BIP in der langen Frist stärker erhöht werden als durch eine Senkung des Staatskonsums. Wird über Transferkürzungen konsolidiert, die gezielt nur Haushalte betreffen, die keinen Kreditbeschränkungen unterliegen, so kann eine Verringerung des Konsums aller modellierten Haushalte und des BIPs in der kurzen Frist vermieden werden und gleichzeitig das Produktionspotenzial in der langen Frist gesteigert werden.

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Paper provided by German Council of Economic Experts / Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in its series Working Papers with number 05/2013.

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