Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem gewerkschaftlichen Nettoorganisationsgrad als Maß für die Gewerkschaftsmacht und der Lohnstruktur in und zwischen Segmenten des deutschen Arbeitsmarktes in den Jahren 1985 bis 1997 auf Basis der IAB-Beschäftigtenstichprobe. Dem Datensatz werden prognostizierte individuelle Wahrscheinlichkeiten der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft aus Schätzungen von Beck und Fitzenberger (2004) hinzugespielt. Einem Versicherungsmotiv für die Gewerkschaftsmitgliedschaft entsprechend geht ein höherer Organisationsgrad c. p. mit einem geringeren Lohnniveau und einer Reduktion residualer Lohndispersion einher. Darüber hinaus fallen auch qualifikatorische Lohndifferenziale in Segmenten mit starken Gewerkschaften geringer aus. In Übereinstimmung mit einem Mindestlohncharakter gewerkschaftlich ausgehandelter Löhne erfolgt die Stauchung der Lohnverteilung insbesondere im unteren Bereich. Die Gewerkschaftseffekte variieren ferner mit dem Alter der Arbeitnehmer und über die Zeit. --
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Paper provided by ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung / Center for European Economic Research in its series ZEW Discussion Papers with number
06-06.