Ein Großteil der Neugründungen in Deutschland ist auf staatliche Förderung von Existenzgründern zurückzuführen. Dieser Anteil hat sich nach Einführung des als „Ich-AG“ bekannten Existenzgründungszuschusses Anfang 2003 stark erhöht. Die Erfolgsfaktorenforschung hat diese Form von Gründungen bislang jedoch wenig untersucht. Im Rahmen einer großzahligen Befragung von geförderten Existenzgründern untersucht dieser Beitrag die Erfolgsdeterminanten solcher geförderter Existenzgründungen. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass der Gewinn aus der Existenzgründung bei älteren Gründern und bei Gründern mit einer langen Phase der Arbeitslosigkeit vor der Gründung seltener beziehungsweise erst später zur Bestreitung des Lebensunterhalts ausreicht. Dies gilt auch für Franchisegründungen und für Gründungen durch Frauen. In Bezug auf Bildungsvariablen, Gründungserfahrung und Teamgründungen im Vergleich zu Einzelgründungen wurde kein Effekt gefunden. Vorhandene Branchenerfahrung wirkt sich hingegen positiv auf den Erfolg der Gründung aus, Gründungs- und Führungserfahrung dagegen nicht. Die Implikationen unserer Ergebnisse für die Entrepreneurship-Forschung sowie für die Entrepreneurship-Praxis werden diskutiert. Herausforderungen aus Sicht der Gründungspolitik werden aufgezeigt.
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