Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den sozialstrukturellen Voraussetzungen, die der Dynamik bzw. dem Ausbleiben von Protestverhalten zu Grunde liegen. Ausgehend von drei theoretischen Erklärungsansätzen wird empirisch anhand von repräsentativen Mikrodaten gezeigt, dass die Konzeption der Integration der Migrantennachkommen durch die Staatsbürgerschaft und die Schule in Frankreich als ein Versprechen der Integration verstanden werden kann, das im Übergang auf den Arbeitsmarkt strukturell enttäuscht wird. Demgegenüber setzt die Ausgrenzung von Migrantennachkommen in Deutschland schon im Bildungssystem ein, so dass größere Erwartungshaltungen gar nicht erst entstehen. Die Revolten der jungen MigrantInnen in Frankreich können damit u.a. als Ergebnis von strukturell enttäuschten Erwartungen interpretiert werden.
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Paper provided by DIW Berlin, German Institute for Economic Research in its series Discussion Papers of DIW Berlin with number
835.
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