IDEAS home Printed from https://ideas.repec.org/h/zbw/arlfba/336984.html

Was soll sich ändern? Erkenntnisse und Erfordernisse für die Freiraumwende - Fazit aus den Beiträgen
[What should change? Findings and requirements for the open space turnaround - a conclusion from the contributions]

In: Freiraumsicherung und Freiraumentwicklung in der räumlichen Planung: Mit einem Perspektivenwechsel den Freiraumschutz stärken!

Author

Listed:
  • Jacoby, Christian
  • Domhardt, Hans-Jörg
  • Hüppauff, Jakob
  • Kufeld, Walter
  • Warner, Barbara

Abstract

Impulse für die zukünftige Raumentwicklung gehen noch immer primär von Flächenforderungen für die weitere Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung aus. Dabei werden erhebliche Freiraumverluste in Kauf genommen. Weiterhin sind innerhalb von Freiräumen erhebliche Raumnutzungsänderungen im Zuge der Energiewende, des Klima-, Biodiversitäts- und Naturschutzes zu erwarten sowie damit einhergehende naturschutz- und forstrechtliche Kompensationsmaßnahmen. Zugleich mangelt es bisher größtenteils an einer empirisch fundierten, strategischen und proaktiven Freiraumsicherung und -entwicklung mit hoher politischer Gewichtung und rechtlicher Verbindlichkeit. Nach einer Darstellung dieser problematischen Situation in einigen Beiträgen erfolgt in anderen eine überblicksartige Zusammenstellung der Erkenntnisse und Erfordernisse zu diesem Aufgabenkomplex. Als zentrale Aussagen werden gemeinsame Thesen und Forderungen zur zukünftigen Freiraumsicherung und -entwicklung (Was soll sich ändern?) formuliert. Ein Perspektivenwechsel in der räumlichen Planung wird für die überörtliche und örtliche räumliche Planung als notwendig erachtet: "vom Freiraum her denken, planen und handeln". Hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang unter anderem die Notwendigkeit einer Novellierung der Vorschriften des Raumordnungs- und Baurechts mit dem Ziel eines konsistenten und wirksamen freiraumbezogenen Planungsrechts in § 13 Abs. 5 ROG, da die derzeitigen Formulierungen vor dem Hintergrund drängender räumlicher Herausforderungen zu unspezifisch und wenig zielgenau sind. Auch die einschlägigen Vorschriften des BauGB sollten mit dem Ziel eines konsistenten und wirksamen freiraumbezogenen Planungsrechts weiterentwickelt werden. Insgesamt gesehen muss es das Ziel sein, den Freiraum innerhalb und außerhalb von Siedlungsgebieten mit seinen gebietsspezifischen Funktionen und Nutzungen als eigenständige Kategorie zu etablieren und als zentrales Element einer nachhaltigen Raumentwicklung proaktiv zu entwickeln. Zur Umsetzung einer substanziell verbesserten Freiraumsicherung und -entwicklung in der räumlichen Planung auf landesweiter, regionaler und kommunaler Ebene bedarf es eines strategischen Aktionsprogramms. Im Rahmen einer planungspolitischen "Freiraumoffensive" sind die Belange des Freiraums neu einzuordnen und zu bewerten, verbesserte fachliche und rechtliche Grundlagen zu erarbeiten sowie der Stellenwert des Freiraums für die Gesellschaft und deren Resilienz herauszuheben. In diesem Sinne wird eine grundlegende "Freiraumwende" postuliert.

Suggested Citation

  • Jacoby, Christian & Domhardt, Hans-Jörg & Hüppauff, Jakob & Kufeld, Walter & Warner, Barbara, 2025. "Was soll sich ändern? Erkenntnisse und Erfordernisse für die Freiraumwende - Fazit aus den Beiträgen [What should change? Findings and requirements for the open space turnaround - a conclusion from the contributions]," Forschungsberichte der ARL: Aufsätze, in: Jacoby, Christian & Domhardt, Hans-Jörg & Kufeld, Walter (ed.), Freiraumsicherung und Freiraumentwicklung in der räumlichen Planung: Mit einem Perspektivenwechsel den Freiraumschutz stärken!, volume 24, pages 334-354, ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft.
  • Handle: RePEc:zbw:arlfba:336984
    DOI: 10.60683/f89x-j409
    as

    Download full text from publisher

    File URL: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/336984/1/1960951777.pdf
    Download Restriction: no

    File URL: https://libkey.io/10.60683/f89x-j409?utm_source=ideas
    LibKey link: if access is restricted and if your library uses this service, LibKey will redirect you to where you can use your library subscription to access this item
    ---><---

    More about this item

    Keywords

    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;
    ;

    Statistics

    Access and download statistics

    Corrections

    All material on this site has been provided by the respective publishers and authors. You can help correct errors and omissions. When requesting a correction, please mention this item's handle: RePEc:zbw:arlfba:336984. See general information about how to correct material in RePEc.

    If you have authored this item and are not yet registered with RePEc, we encourage you to do it here. This allows to link your profile to this item. It also allows you to accept potential citations to this item that we are uncertain about.

    We have no bibliographic references for this item. You can help adding them by using this form .

    If you know of missing items citing this one, you can help us creating those links by adding the relevant references in the same way as above, for each refering item. If you are a registered author of this item, you may also want to check the "citations" tab in your RePEc Author Service profile, as there may be some citations waiting for confirmation.

    For technical questions regarding this item, or to correct its authors, title, abstract, bibliographic or download information, contact: ZBW - Leibniz Information Centre for Economics (email available below). General contact details of provider: https://edirc.repec.org/data/arlhade.html .

    Please note that corrections may take a couple of weeks to filter through the various RePEc services.

    IDEAS is a RePEc service. RePEc uses bibliographic data supplied by the respective publishers.