Advanced Search
MyIDEAS: Login to save this paper or follow this series

Effizienzsteigerung in der Wertschöpfungskette Milch? Potentiale in der Zusammenarbeit zwischen Milcherzeugern und Molkereien aus Landwirtssicht

Contents:

Author Info

  • Steffen, Nina
  • Spiller, Achim
Registered author(s):

    Abstract

    Ob die Effizienz in der Wertschöpfungskette Milch durch die Zusammenarbeit von Milcherzeuger und Molkerei gesteigert werden kann, analysiert eine Studie des Lehrstuhls Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte der Universität Göttingen, die mit finanzieller Unterstützung der DZ Bank-Stiftung durchgeführt wurde. 279 deutsche Milcherzeuger wurden zum Thema Zusammenarbeit zwischen Milcherzeuger und Molkerei befragt. Um eine Effizienzsteigerung in der Wertschöpfungskette Milch zu erzielen und Kosten zu reduzieren, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Milcherzeuger und Molkerei wichtig. Natürlich können Landwirte und Molkereien jeweils für sich ihren Betrieb optimieren, manche Kostensenkungen lassen sich aber nur gemeinsam erzielen. Potentiale bieten z.B. eine strategische Mengenplanung sowie eine Ausweitung der Milcherfassung auf einen dreitägigen Rhythmus. Generell ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit derzeit nur bei einem Teil der Milcherzeuger vorhanden: etwa die Hälfte der Milcherzeuger favorisiert eine enge Zusammenarbeit, während ein Drittel der Landwirte nicht an einer engen Kooperation mit der Molkerei interessiert ist. Dies erfordert eine bessere Kommunikation der Vorteile einer engen Zusammenarbeit. Ein wichtiger Parameter in der Geschäftsbeziehung ist die Milchmengenregelung, da die Milchquote im Jahr 2015 ausläuft. Die Bereitschaft eine strategische Mengenplanung mit der Molkerei einzugehen, ist bei 60 % der Teilnehmer vorhanden. Eine jährliche Anpassung der Milchmenge im Milchliefervertrag fordern zwei Drittel der Befragten. Das Einhalten der geplanten Milchmenge empfinden 40 % der Befragten als einfach. Im Durchschnitt können die Probanden ihre Milchmenge auf ca. 10 % genau planen und fordern auch eine entsprechende Toleranz in ihrem Milchliefervertrag. Die Mengenreglung scheint ein geeigneter Anknüpfungspunkt für die engere Zusammenarbeit zu sein, da die Bereitschaft für eine gemeinsame strikte Mengenplanung gegeben ist, solange jährliche Anpassungen möglich sind. Schwieriger ist die Ausdehnung der Milcherfassung auf einen dreitägigen Rhythmus. Die Bereitschaft der Landwirte, der Molkerei einen dreitägigen Abholrhythmus zu ermöglichen, ist lediglich bei 21 % der befragten Milcherzeuger vorhanden. Dies hängt augenscheinlich damit zusammen, dass eine Umstellung von 58 % der Milcherzeuger als schwer bewertet wird und mit Investitionen in Lagerhaltung (84 %) verbunden ist. Der Milchpreis müsste sich um durchschnittlich 1,8 Cent je kg Milch erhöhen, damit ein dreitägiger Abholrhythmus unterstützt wird. Dies übersteigt offensichtlich die entstehenden Mehrkosten deutlich, so dass es sich um eine Überkompensation handelt, die durch die höhere Wertschöpfung nicht gedeckt werden kann. Es kann geschlussfolgert werden, dass durch die Zusammenarbeit von Milcherzeuger und Molkerei in Zukunft Potentiale ausgeschöpft werden können. Der Erfolg hängt jedoch maßgeblich davon ab, ob es der Molkerei gelingt, die Geschäftsbeziehungsqualität zu erhöhen und die Milcherzeuger an der erhöhten Wertschöpfung partizipieren zu lassen. --

    Download Info

    If you experience problems downloading a file, check if you have the proper application to view it first. In case of further problems read the IDEAS help page. Note that these files are not on the IDEAS site. Please be patient as the files may be large.
    File URL: http://econstor.eu/bitstream/10419/64860/1/727404598.pdf
    Download Restriction: no

    Bibliographic Info

    Paper provided by Georg-August University of Göttingen, Department of Agricultural Economics and Rural Development (DARE) in its series DARE Discussion Papers with number 1212.

    as in new window
    Length:
    Date of creation: 2012
    Date of revision:
    Handle: RePEc:zbw:daredp:1212

    Contact details of provider:
    Postal: Platz der Göttinger Sieben 5, D-37073 Göttingen
    Web page: http://www.uni-goettingen.de/en/18500.html
    More information through EDIRC

    Related research

    Keywords:

    This paper has been announced in the following NEP Reports:

    References

    References listed on IDEAS
    Please report citation or reference errors to , or , if you are the registered author of the cited work, log in to your RePEc Author Service profile, click on "citations" and make appropriate adjustments.:
    as in new window
    1. Witzke, Heinz Peter & Tonini, Axel, 2009. "Milk quota expiry impacts and sensitivity analyses using the CAPSIM model," German Journal of Agricultural Economics, Humboldt-Universitaet zu Berlin, Department for Agricultural Economics, vol. 58(5/6).
    Full references (including those not matched with items on IDEAS)

    Citations

    Lists

    This item is not listed on Wikipedia, on a reading list or among the top items on IDEAS.

    Statistics

    Access and download statistics

    Corrections

    When requesting a correction, please mention this item's handle: RePEc:zbw:daredp:1212. See general information about how to correct material in RePEc.

    For technical questions regarding this item, or to correct its authors, title, abstract, bibliographic or download information, contact: (ZBW - German National Library of Economics).

    If you have authored this item and are not yet registered with RePEc, we encourage you to do it here. This allows to link your profile to this item. It also allows you to accept potential citations to this item that we are uncertain about.

    If references are entirely missing, you can add them using this form.

    If the full references list an item that is present in RePEc, but the system did not link to it, you can help with this form.

    If you know of missing items citing this one, you can help us creating those links by adding the relevant references in the same way as above, for each refering item. If you are a registered author of this item, you may also want to check the "citations" tab in your profile, as there may be some citations waiting for confirmation.

    Please note that corrections may take a couple of weeks to filter through the various RePEc services.