Bei schwacher Einkommensentwicklung ist die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen. Eine mögliche Erklärung ist das Vorsichtssparen, das in diesem Aufsatz im Hinblick auf die Einkommensunsicherheit untersucht wird. Dazu wird in einer Querschnittsanalyse mit Einzeldaten aus dem SOEP das Vermögen der privaten Haushalte aus dem Jahr 2002 auf alternative Maße der Einkommensunsicherheit regressiert. Neben den üblichen Kontrollvariablen wird hierbei auch die Risikoaversion berücksichtigt. Bei der Verwendung des Nettogeldvermögens ist das Vorsichtssparen statistisch signifikant und ökonomisch durchaus von Bedeutung. Der Anteil des Vorsichtsvermögens am gesamten (über die Haushalte aggregierten) Nettogeldvermögen beträgt im Durchschnitt gut 20%. Das Immobilienvermögen dient wegen seiner Illiquidität dagegen nicht als Puffer gegen negative Einkommensschocks.
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