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Weltkonjunktur im Herbst 2014

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  • Gern, Klaus-Jürgen
  • Jannsen, Nils
  • Plödt, Martin
  • Scheide, Joachim
  • Groll, Dominik
  • Schwarzmüller, Tim
  • Wolters, Maik

[Weltwirtschaftliche Expansion ohne Schwung] Die weltwirtschaftliche Expansion ist im Verlauf des Jahres 2014 erneut ins Stocken geraten. Von einem Aufschwung, der von allen Regionen getragen wird, ist die Weltwirtschaft weit entfernt. Sie bleibt anfällig für Störungen, sei es durch geopolitische Entwicklungen, sei es durch Turbulenzen an den Finanzmärkten. Wir erwarten zwar, dass sich die Weltkonjunktur im kommenden Jahr festigt, die Dynamik wird aber wohl vorerst moderat bleiben. Getragen wird die Belebung vor allem von den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. In den Vereinigten Staaten wird sich der Produktionsanstieg spürbar verstärken, und der Euroraum dürfte sich wieder aus der Stagnation lösen. Hingegen wird die Dynamik in den Schwellenländern auch im kommenden Jahr noch gedämpft sein. Zu den konjunkturellen Problemen kommt hinzu, dass sich die zugrunde liegende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern offenbar abgeschwächt hat. Alles in allem rechnen wir mit einem Anstieg der Weltproduktion im laufenden Jahr um 3,2 Prozent, für 2015 erwarten wir einen Zuwachs um 3,7 Prozent. Damit haben wir unsere Erwartung im Vergleich zum Juni für dieses Jahr um 0,4 und für nächstes Jahr um 0,3 Prozentpunkte reduziert. Die Prognose könnte sich noch als zu optimistisch erweisen, insbesondere wenn die geopolitischen Spannungen weiter zunehmen sollten. - [Euroraum: Dämpfer für die Konjunktur] Die konjunkturelle Erholung im Euroraum gerät zur Jahresmitte ins Stocken. Im zweiten Quartal 2014 stagnierte das Bruttoinlandsprodukt auf dem Niveau des Vorquartals. Die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass die wirtschaftliche Aktivität in der zweiten Jahreshälfte 2014 nur geringfügig zulegen dürfte. Erst im kommenden Jahr wird die Konjunktur wohl an Fahrt gewinnen. Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr voraussichtlich um 0,7 Prozent expandieren; im Jahr 2015 dürfte der Zuwachs 1,3 Prozent betragen. Der Inflationsdruck dürfte über den gesamten Prognosezeitraum gering bleiben. Die Verbraucherpreise werden unserer Einschätzung nach im Jahr 2014 um 0,6 Prozent zulegen, und auch im Jahresdurchschnitt 2015 noch deutlich unter der 2-Prozent- Marke liegen. Die Wahrscheinlichkeit einer Deflationsspirale schätzen wir aber nach wie vor gering ein. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich im Prognosezeitraum weiter entspannen. Aufgrund der nur moderaten Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität dürfte die Arbeitslosenquote allerdings nur wenig zurückgehen. Nach 11,9 Prozent im Jahresdurschnitt 2013 wird die Arbeitslosenquote in diesem Jahr voraussichtlich 11,7 Prozent betragen. Im Jahr 2015 dürften durchschnittlich 11,3 Prozent der Erwerbspersonen ohne Arbeit sein.

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