Breustedt, Gunnar Latacz-Lohmann, Uwe Schilizzi, Steven
Abstract
Der vorliegende Artikel untersucht die Effizienz unterschiedlicher Ausgestaltungen von Auktionen zur Auswahl von Landwirten an Umweltprogrammen mittels eines ökonomischen Experimentes. Es wird eine Preisauktion, bei der die Leistung des Landwirts fixiert ist und er ein monetäres Mindestgebot für ein Teilnahmeentgelt abgeben soll, mit zwei unterschiedlichen Mengenauktionen verglichen, bei denen die Entgeltzahlung für den Landwirt fixiert ist und er aus unterschiedlichen MaÃnahmen mit unterschiedlicher Leistung ein Angebotsbündel zusammenstellen soll. In der ersten Auktionsrunde ist die Leistung (=Stickstoffreduktion) je Euro Teilnahmeentgelt bei der Preisauktion signifikant höher als für die Mengenauktionen. Allerdings sind die Lerneffekte zwischen den Runden in der Preisauktion signifikant, so dass in der dritten Runde keine signifikanten Unterschiede zwischen den Auktionen mehr nachgewiesen werden können. Fur selten wiederkehrende, z.B. langfristige Nutzungsverpflichtungen in begrenzten Gebieten, bieten sich daher Preisauktionen an. Wenn der Programmanbieter z.B. wegen Akzeptanzproblemen für die wenig bekannten Mengenauktionen auch bei wiederholten Auktionen das Schema der Preisauktion wählte, sollte das Design der Auktion zumindest variiert werden, um den Lerneffekt zu begrenzen.
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