Dieser Artikel analysiert die Kosten, die Japan, Kanada und Westeuropa infolge der Erfüllung ihrer Verpflichtungen gemäß dem Kyoto-Protokoll entstehen, sowie den möglichen Ertrag, den Osteuropa, Russland und die Ukraine aus dem Verkauf eines Teils ihrer Emissionszertifikate erlösen können. Für die Analyse werden verschiedene Szenarien angenommen, von denen jedes ein bestimmtes Muster des Emissionshandels widerspiegelt. Im Besonderen wurde der Einfluss eines funktionierenden CDM-Systems (Reduktionsgutschriften im Rahmen des "Clean Development Mechanism") auf die Marktdominanz eines möglichen solchen Kartells untersucht. Die Resultate zeigen, dass die Kosten der Erfüllung der Kyoto-Verpflichtungen stark abnehmen, wenn Reduktionsgutschriften im Rahmen des CDM verfügbar sind, und dass diese Kosten nur schwach von (Selbst-) Beschränkungen der Anbieter abhängen. Die Treibhausgasemissionsreduktionen für die Emissionshandelsszenarien sind etwa 40 % geringer als in einem Szenario ohne Emissionshandel. In der Analyse wird das weithin bekannte MERGE-Modell verwendet (Manne und Richels 2004).
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