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Die Energiewende tritt in eine Phase, in der Verbraucher/innen selbst zu zentralen Akteuren werden, da Klimapolitik nun direkt in deren Entscheidungen hineinwirkt. Aus ökonomischer Sicht gilt die Bepreisung von Treibhausgasemissionen als das effizienteste Instrument, das in Europa bislang in erster Linie in Energie- und Industriesektoren eingesetzt wurde. Da mit einigem Erfolg: Seit dem Start des europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) im Jahre 2005 sind die Emissionen in den regulierten Sektoren um etwa 51 Prozent gesunken. Durch die Ausweitung des Emissionshandels auf den Gebäude- und Verkehrssektor über das zweite Emissionshandelssystem (EU ETS2), voraussichtlich im Jahr 2028, wird ein zentraler Pfeiler der Energiewende für die Haushalte direkter spürbar. Modellrechnungen erwarten Preisen zwischen 100 und 300 Euro pro Tonne CO2 für die erste Hälfte der 2030er Jahre (siehe Abbildung 1), was einer ungefähren Verdoppelung bis Verfünffachung gegenüber den heutigen Preisen entspricht. Damit werden Kauf- und Investitionsentscheidungen von Haushalten zu entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Energiewende, aber auch der dem Wahlerfolg von Parteien, weil sozial- und verteilungspolitische Aspekte der Klimapolitik in den Fokus rücken. Maßnahmen mit spürbaren Belastungen sind politisch nur tragfähig, wenn sie als legitim wahrgenommen werden. Werden Belastungen als unfair wahrgenommen, kann die Akzeptanz schnell sinken oder gar kippen. Dieser Policy Brief erläutert die Evidenz hinter diesen Zusammenhängen und diskutiert politische Handlungsoptionen, die diese Aspekte mitberücksichtigen.
Suggested Citation
Schenker, Oliver, 2026.
"Bezahlbarkeit, Fairness, Vertrauen: Wie die Energiewende gelingen kann,"
ZEW policy briefs
06/2026, ZEW - Leibniz Centre for European Economic Research.
Handle:
RePEc:zbw:zewpbs:340877
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