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Weltkonjunktur im Frühjahr 2013

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  • Gern, Klaus-Jürgen
  • Jannsen, Nils
  • Plödt, Martin
  • van Roye, Björn
  • Scheide, Joachim
  • Boysen-Hogrefe, Jens
  • Groll, Dominik
  • Schwarzmüller, Tim

Abstract

[Weltkonjunktur gewinnt allmählich an Fahrt] Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2012 spürbar abgeschwächt. Inzwischen mehren sich jedoch die Anzeichen für eine merkliche Belebung der Produktion, zunehmend auch in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Bei unseren Annahmen dürfte das Tempo der weltwirtschaftlichen Expansion im Verlauf des kommenden Jahres wieder zunehmen. Alles in allem rechnen wir, wie in unserer Prognose vom Dezember, mit einem Anstieg der Weltproduktion im laufenden Jahr von 3,4 Prozent. Für 2014 haben wir unsere Erwartungen leicht erhöht; wir prognostizieren nun eine Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts um 4 Prozent (Dezemberprognose: 3,9 Prozent). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird die Konjunktur zwar anziehen, die Auslastung der Produktionskapazitäten steigt aber auch im Durchschnitt des kommenden Jahres noch nicht wieder an. - [Euroraum löst sich nur mühsam aus der Rezession] Der Euroraum befand sich im Jahr 2012 in der Rezession. Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte und die damit einhergehenden Strukturreformen in den Krisenländern belasteten die wirtschaftliche Aktivität spürbar. Ebenso dämpfte die angespannte Lage im Bankensektor die Konjunktur merklich. Insbesondere die Stimmungsindikatoren deuten aber darauf hin, dass sich der Euroraum im Verlauf des Jahres 2013 allmählich aus der Rezession lösen wird. Der Aufschwung dürfte zunächst aber nur verhalten ausfallen, weil eine nachhaltige Lösung der Probleme im Euroraum bislang noch aussteht. Im Jahresdurchschnitt 2013 erwarten wir daher im Euroraum insgesamt einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent; im Jahr 2014 dürfte die gesamtwirtschaftliche Expansion bei rund 1 Prozent liegen. Die Inflationsrate wird sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr, vor dem Hintergrund stark unterausgelasteter Produktionskapazitäten und nur geringfügig steigender Löhne, durchschnittlich bei 1,7 Prozent liegen. Die Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich aufgrund der nur moderaten wirtschaftlichen Erholung zunächst weiter verschlechtern und sich erst gegen Ende des Prognosezeitraums stabilisieren. Im Jahresdurchschnitt 2013 werden wohl 12,3 Prozent der Erwerbspersonen ohne Arbeit sein; im darauf folgenden Jahr dürfte die Quote bei 12,4 Prozent liegen.

Suggested Citation

  • Gern, Klaus-Jürgen & Jannsen, Nils & Plödt, Martin & van Roye, Björn & Scheide, Joachim & Boysen-Hogrefe, Jens & Groll, Dominik & Schwarzmüller, Tim, 2013. "Weltkonjunktur im Frühjahr 2013," Kiel Discussion Papers 518/519, Kiel Institute for the World Economy (IfW).
  • Handle: RePEc:zbw:ifwkdp:518-519
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    Cited by:

    1. Gern, Klaus-Jürgen & Jannsen, Nils & Plödt, Martin & van Roye, Björn & Scheide, Joachim & Boysen-Hogrefe, Jens & Groll, Dominik & Kooths, Stefan & Schwarzmüller, Tim, 2013. "Weltkonjunktur im Herbst 2013," Kiel Discussion Papers 526/527, Kiel Institute for the World Economy (IfW).

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