Author
Listed:
- Bothner, Jonathan
- Rottmann, Horst
Abstract
Die vergangenen Jahre waren geprägt von verschiedenen Krisen und Disruptionen. Die Covid 19 Pandemie, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die geopolitische Umorientierung der USA und die rasante Verbreitung der Anwendung künstlicher Intelligenz sind nur einige Beispiele für Entwicklungen, die als größtenteils unvorhergesehene exogene Schocks betrachtet werden können. Zudem betrafen sie nicht nur einzelne Länder sondern waren globaler Natur. Allerdings gehen verschiedene Länder unterschiedlich mit diesen Schocks um. Besonders anschaulich sind beispielsweise die verschiedenen Strategien, mit denen verschiedene Regierungen auf die Covid Pandemie reagierten. Der Spielraum, den eine Regierung hat, um auf unerwartete veränderte Umstände reagieren zu können, hängt maßgeblich von der Staatsform des Landes ab. Man kann argumentieren, dass eine Autokratie, in der die Regierung uneingeschränkt und diskretionär Maßnahmen ergreifen kann, gegebenenfalls schneller und zielgerichteter auf exogene Schocks reagieren kann als eine Demokratie, in der Mehrheiten organisiert und Grundrechte eingehalten werden müssen. Andererseits haben auch Demokratien Eigenschaften, die ihnen die Absorption exogener Schocks erleichtern. Zum einen gibt es in Demokratien eine intensivere öffentliche Debatte über politische Maßnahmen. Dies ermöglicht die Mitwirkung verschiedenener Perspektiven und die Nutzung von dezentralem Wissen beim Vergleich von Alternativen. Zum anderen schafft Demokratie Erwartungssicherheit durch die Beschränkung willkürlicher Eingriffe der Exekutive in wirtschaftliche Aktivitäten (North, 1990; Olson u. a., 1991). Diese Erwartungssicherheit ist besonders für private Investitionen relevant, die die Anpassungsfähigkeit einer Volkswirtschafts an exogene Schocks stärken können. Die Rolle von Demokratie als Einflussfaktor von Wirtschaftswachstum ist der Gegenstand von zahlreichen ökonomischen Studien (Robert J Barro, 1996; Acemoglu u. a., 2019; Colagrossi u. a., 2020). Ihre Auswirkung auf die Resilienz des Wirtschaftswachstums ist im Vergleich dazu noch wenig erforscht. In dieser Studie gehen wir der Frage nach, ob Demokratie nicht nur zu mehr Wirtschaftswachtum führt, sondern ob es dieses Wachstum auch stabilisiert. Hierzu werden wir zunächst den Zusammenhang zwischen Demokratie und Wachstum empirisch untersuchen. Das hierfür verwendete Modell erweitern wir dann um einen Ansatz von Blanchard und Wolfers (2000), um herauszufinden, wie Demokratie die Resilienz des Wachstums beeinflussen.
Suggested Citation
Bothner, Jonathan & Rottmann, Horst, 2025.
"Empirische Evidenz für den Einfluss von Demokratie auf Wachstum und Resilienz,"
Weidener Diskussionspapiere
98, University of Applied Sciences Amberg-Weiden (OTH).
Handle:
RePEc:zbw:hawdps:333396
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