Author
Listed:
- Philip Ulrich
(GWS - Institute of Economic Structures Research)
- Lisa Becker
(GWS - Institute of Economic Structures Research)
- Jan Plassenberg
(GWS - Institute of Economic Structures Research)
Abstract
Die Bundesrepublik Deutschland hat sich auf die Erreichung der Klimaneutralität im Jahr 2045 zum Ziel gesetzt. Zur Erreichung dieses Ziels wurden – neben einem Bündel anderer Maßnahmen – ambitionierte Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien festgelegt. Bei der Ausarbeitung politischer Programme, mit denen in hohen Ausmaß Investitionen angestoßen werden sollen, wird verstärkt die Frage zu beantworten sein, welcher zusätzliche Bedarf an Fachkräften für die Durchführung der Maßnahmen und die Erreichung der Ziele entsteht. Denn jede gesellschaftliche Aufgabe hat, wie auch die Transformation des Energiesystems, einen spezifischen Bedarf an Arbeitskräften. Den spezifischen Bedarf für die Energiewende abzuschätzen, stellt dabei eine wichtige Grundlage dar, um begleitende Maßnahmen einzuleiten und politische Programme so auszulegen, dass sie auch aus Sicht des Arbeitsmarktes, z. B. im Hinblick auf die Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfteprofils, realistisch sind. Eine solche Abschätzung muss immer auch die Zukunft in den Blick nehmen und auf Grundlage eines oder mehrere Szenarien wichtige Veränderungen und Unterschiede herausarbeiten. Nicht zuletzt bietet eine Quantifizierung des Bedarfs auch Ansatzpunkte zur Ausgestaltung von Qualifizierungsmaßnahmen und Vermittlungsprojekte. Die Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien ist ein stark beachteter Indikator, um die ökonomischen und gesellschaftlichen Fortschritte bei der Energiewende zu analysieren. Vor dem Hintergrund der „Zeitenwende“ durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die damit verbundenen Notwendigkeiten einer Beschleunigung der Transformation des Energiesystems hat der Indikator noch an Bedeutung gewonnen. Mit der Aktualisierung der Bruttobeschäftigung wird eine kontinuierliche Darstellung der Bruttobeschäftigung gewährleistet, um damit die aktuelle politische Analyse und Diskussion kompetent begleiten zu können. Aufbauend auf Vorarbeiten im laufenden Vorhaben (erstmalige Vorlage von Ergebnissen für die Berichtsjahre 2018 bis 2021 sowie insbesondere Aktualisierung der Berechnungsgrundlagen für die Herstellung von EE-Anlagen) sowie unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus bereits abgeschlossenen Vorgängerstudien (Lehr et al. 2015; O'Sullivan et al. 2019) wird die etablierte Zeitreihe zur Beschäftigung durch erneuerbare Energien am aktuellen Rand fortgesetzt. Um den zukünftigen Bedarf in Anzahl und Struktur abzuschätzen, wird eine Fortschreibung der EE-Bruttobeschäftigung vorgenommen. Das dafür notwenige Szenario nimmt zentrale Zielpfade aus politischen Programmen und Gesetzen auf, um notwendige Investitionen bis 2030 zu quantifizieren und die Entwicklung des Anlagenparks fortzuschreiben. Auf Grundlage dieser Abschätzungen wird die Bruttobeschäftigung des Ausbaus erneuerbarer Energien modelliert. Für die Abschätzung des Bruttobedarfs nach Berufen und Anforderungsniveaus wird das vorliegende Modell weiterentwickelt und angewendet. Im Ergebnis liegen für die Jahre 2026 und 2030 Mengengerüste Strukturen vor und hochrelevante Arbeitsplatzprofile für die Realisierung der politischen Ziele werden ausgearbeitet.
Suggested Citation
Philip Ulrich & Lisa Becker & Jan Plassenberg, 2024.
"Fachkräftebedarf für den zukünftigen EE-Ausbau,"
GWS Research Report Series
24-4, GWS - Institute of Economic Structures Research.
Handle:
RePEc:gws:report:24-4
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