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Die Königsdisziplin des Vorsorgeprinzips – niedrige Integration des ÖPNV in den Wirtschaftsverkehr

In: Nachhaltiger Wirtschaftsverkehr in urbanen Ballungsräumen

Author

Listed:
  • Ralf Bogdanski

    (TH Nürnberg Georg Simon Ohm)

  • Marius Bayer

    (Landesbaudirektion Bayern)

Abstract

Zusammenfassung Das Vorsorgeprinzip, insbesondere eine Integration von ÖPNV-Verkehrssystemen in die Ballungsraumlogistik, zeitigt die höchsten Nachhaltigkeitspotenziale, weil es auch das Konsistenzprinzip ermöglicht. Wie im vorangegangenen ▶ Abschn. 2.4 aufgezeigt wurde, gibt es für die hohe Integration mit einer logistischen Nutzung von ÖPNV-Verkehrsmitteln im Personen-Güter-Mischbetrieb große rechtlich-organisatorisch-praktische Hürden für eine erfolgreiche Anwendung und es besteht noch erheblicher Forschungs- und Regulierungsbedarf. Wesentlich niederschwelliger in der Umsetzung stellt sich die niedrige Integration von ÖPNV-Verkehrssystemen dar, also die logistische Mitnutzung von ÖPNV-Haltestellen und Bahnhöfen als Umschlagsort für Waren, um auf der allerletzten Meile das Konsistenzprinzip mit Lastenrädern erfolgreich anwenden zu können. Am Beispiel von in Ballungsräumen ubiquitär verfügbaren Bushaltestellen sowie der KEP-Logistik sollen in ▶ Abschn. 4.1 mögliche logistische Prozessvarianten des Haltestellenkonzepts vorgestellt und deren Akzeptanz auf empirischer Basis untersucht werden. Anhand der präferierten Prozessvariante wird in ▶ Abschn. 4.2 am Beispiel der Stadt Nürnberg eine datenbasierte, systematische Herangehensweise aufgezeigt, wie Bushaltestellen auf Eignung für eine logistische Mitnutzung mittels definierter Kriterien evaluiert werden können. Daran anschließend wird in ▶ Abschn. 4.3 die Methodik der Raumanalyse aus ▶ Kap. 3 als kritischer Erfolgsfaktor angewandt und am Beispiel der Stadt Nürnberg aufgezeigt, wie lastenradlogistisch relevante Gebiete identifiziert und darin gelegene, konzeptionell geeignete Bushaltestellen für eine finale Ortsbegehung ausgewählt werden können. Abschließend wird in ▶ Abschn. 4.4 eine Methodik vorgestellt, mit deren Hilfe konzeptionell geeignete Bushaltestellen in logistisch relevanten Gebieten durch eine systematische Ortsbegehung final validiert und zur praktischen Umsetzung empfohlen werden können. Wird das Haltestellenkonzept bei der logistischen Ver- und Entsorgung der Bushaltestellen mit dem Substitutionsprinzip kombiniert, beispielsweise in Form von batterieelektrisch angetriebenen KEP-Transportern, kann das Nachhaltigkeitspotenzial des Vorsorgeprinzips maximal ausgeschöpft werden.

Suggested Citation

  • Ralf Bogdanski & Marius Bayer, 2026. "Die Königsdisziplin des Vorsorgeprinzips – niedrige Integration des ÖPNV in den Wirtschaftsverkehr," Springer Books, in: Nachhaltiger Wirtschaftsverkehr in urbanen Ballungsräumen, chapter 4, pages 125-185, Springer.
  • Handle: RePEc:spr:sprchp:978-3-658-50555-4_4
    DOI: 10.1007/978-3-658-50555-4_4
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