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Abstract
Der Beitrag fasst die Ergebnisse des Projekts 'Arbeit und Fairness', für das je etwa 1.500 West- und Ostdeutsche im Alter zwischen 20 und 60 Jahren interviewt wurden, zusammen. Die Teilnehmer wurden gefragt, inwieweit sie fiktive Szenarien zu Lohnkürzungen und Entlassungen als gerecht wahrnehmen. Für einen Vergleich mit den USA wurden die Ergebnisse einer Befragung von 1.000 Arbeitnehmern im kalifornischen Silicon Valley aus den Jahren 1997 und 1998 herangezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen Lohnkürzungen und Entlassungen als ungerecht bewerten. Milder fällt ihr Urteil aus, wenn die einschneidenden Eingriffe für das Unternehmen wirtschaftlich unvermeidbar sind, sozial abgefedert werden und im Laufe des Arbeitsverhältnisses erworbene Ansprüche berücksichtigen. Nur in diesem Fall beurteilt die Mehrheit der Befragten die Maßnahmen als fair. US-Amerikaner legen dabei im Prinzip ein ähnliches Gerechtigkeitsempfinden an den Tag wie deutsche. In der Tendenz bewerten sie solche Eingriffe jedoch etwas eher als gerecht, vor allem dann, wenn sie neu eingestellte Arbeitnehmer betreffen. Stärker noch als in Deutschland hängt es in den USA von der konkreten Ausgestaltung ab, wie die Befragten Kündigungen bewerten. Die Autoren verweisen darauf, dass Marktergebnisse in den USA eher akzeptiert werden als in Europa, wo das Gerechtigkeitsempfinden 'irritiert reagiert', wenn Unternehmen ohne Not und ohne Rücksicht auf die gewachsenen Ansprüche der Belegschaft ihr Personal schlechter stellen oder abbauen. (IAB)
Suggested Citation
Stephan, Gesine & Struck, Olaf, 2007.
"Alles was recht ist ...: Wie Menschen Lohnkürzungen und Entlassungen beurteilen,"
IAB-Forum, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg [Institute for Employment Research, Nuremberg, Germany], vol. 2007(1), pages 50-53.
Handle:
RePEc:iab:iabfor:v:2007:i:1:p:050-053
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