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Abstract
Nach den Hartz-Reformen setzt die Arbeitsmarktpolitik noch stärker als bisher darauf, die Eigeninitiative von Arbeitssuchenden zu fördern. Ein wesentliches Element dabei sind die "weniger großzügigen" Transferleistungen für Langzeitarbeitslose als Anreiz für eine Intensivierung der Arbeitsplatzsuche. Der Beitrag untersucht die Konzessionsbereitschaft von Arbeitslosen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte wie den Verbleib im ausgeübten Beruf, die Lage oder Länge der Arbeitszeit, die Länge der Wegstrecke zum Arbeitsplatz bis hin zum Umzug sowie insbesondere Lohneinbußen im Vergleich zur früheren Beschäftigung. Die Analysen der Konzessionsbereitschaft von ALG-II-Empfängern auf Basis der IAB-Befragung 'Lebenssituation und soziale Sicherung 2005' zeigen, dass sich die Reservationslöhne von Arbeitslosen im Vergleich zur Situation vor Einführung des SGB II nicht wesentlich geändert haben. Die Ergebnisse zeigen weiter, dass die Höhe des Reservationslohns weitgehend unabhängig ist vom aktuellen Erwerbsstatus des Hilfeempfängers. Die Erwartung, dass mit den Regelungen des Forderns der Reservationslohn zumindest theoretisch gedrückt würde, konnte nicht bestätigt werden. Nach Meinung der Autoren werden auch zukünftige Befragungswellen nicht zwangsläufig eine höhere Konzessionsbereitschaft von ALG-II-Empfängern zeitigen. "Insbesondere bei wettbewerbsschwächeren Arbeitnehmern dürften nämlich nach wie vor ein ausreichender Lohnabstand und damit spürbare Arbeitsanreize fehlen." (IAB)
Suggested Citation
Bender, Stefan & Koch, Susanne & Meßmann, Susanne & Walwei, Ulrich, 2007.
"Konzessionsbereitschaft: Was muten sich (Langzeit-)Arbeitslose zu?,"
IAB-Forum, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg [Institute for Employment Research, Nuremberg, Germany], vol. 2007(1), pages 42-48.
Handle:
RePEc:iab:iabfor:v:2007:i:1:p:042-048
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