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Agenda 2020: Strategien für eine Politik der Vollbeschäftigung

Contents:

Author Info

  • Schneider, Hilmar

    ()
    (IZA)

  • Zimmermann, Klaus F.

    ()
    (IZA, DIW Berlin and Bonn University)

Abstract

Mit diesem Strategiepapier zeigt das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) Wege auf, wie Deutschland in der vor uns liegenden Dekade wieder Vollbeschäftigung erreichen kann. Die "Agenda 2010" hat die Arbeitsmarktentwicklung erkennbar in die richtige Richtung bewegt und für ein neues Denken gesorgt. Dass der deutsche Arbeitsmarkt die Finanz- und Weltwirtschaftskrise vergleichsweise glimpflich überstehen konnte, ist auch den jüngsten Arbeitsmarktreformen zu verdanken. Es gibt deshalb keinen Grund, das Erreichte in Frage zu stellen, wohl aber weiteren Handlungsbedarf. Das Konzept des IZA sieht die folgenden Schritte vor: (1) Bildungsreform: Das Bildungssystem muss der Bedeutung frühkindlicher Bildung stärker Rechnung tragen als bisher. Soziale Herkunft darf nicht länger die späteren Lebenschancen prägen. Mehr Autonomie und Wettbewerb zwischen Schulen und Hochschulen dient der Leistungsförderung. Die Festlegung auf den Schulzweig sollte später erfolgen als bisher. Das duale Ausbildungssystem kann verkürzt werden. Studiengebühren sollten als Graduiertensteuer nach Studienabschluss erhoben werden. (2) Sozialstaatsreform: Eine konsequente Umsetzung des Prinzips von Leistung und Gegenleistung schafft neue Erwerbsanreize und macht es auch für Menschen mit geringer Qualifikation wieder lohnenswert, ihren Lebensunterhalt durch Arbeit zu sichern. Workfare ist sozial gerecht und fördert Eigenständigkeit, statt Bedürftigkeit zu zementieren. Sozialleistungen für Kinder sollten primär in Form von Gutscheinen gewährt werden. (3) Reform der Arbeitsvermittlung: Eine individuelle, proaktiv bereits bei der Entstehung von Arbeitslosigkeit ansetzende Betreuung aus einer Hand ist für die Problemgruppen des Arbeitsmarkts dringend erforderlich. Das IZA schlägt die Schaffung von Job-Centern vor, die unabhängig von Kommunen und Bundesagentur die Vermittlungsaufgabe wahrnehmen. Nur so kann das Gegeneinander föderaler Strukturen beendet werden. (4) Reform der Zuwanderungspolitik: Deutschland ist auch auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen, um den Problemen von Demografie und Fachkräftemangel gewachsen zu sein. Mit Hilfe von Auswahlsystemen für dauerhafte Zuwanderer und Marktelementen für die Zulassung befristeter Arbeitsmigranten kann der ökonomische Nutzen der Zuwanderung wesentlich vergrößert und ein zusätzlicher Impuls für die Verwirklichung von Vollbeschäftigung gegeben werden.

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Bibliographic Info

Paper provided by Institute for the Study of Labor (IZA) in its series IZA Standpunkte with number 24.

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Length: 20 pages
Date of creation: Mar 2010
Date of revision:
Handle: RePEc:iza:izasps:sp24

Contact details of provider:
Postal: IZA, P.O. Box 7240, D-53072 Bonn, Germany
Phone: +49 228 3894 223
Fax: +49 228 3894 180
Web page: http://www.iza.org

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Keywords: Arbeitsmarktpolitik; Agenda 2010; Hartz-Reformen; Workfare; Job-Center; Bildung; Demografie; Zuwanderung;

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Cited by:
  1. Lothar Funk, 2010. "Die europäische Flexicurity-Strategie : ein Überblick zu wichtigen Vor- und Nachteilen. The European Flexicurity-Strategy : A Survey on Important Pros and Cons," Duesseldorf Working Papers in Applied Management and Economics fobe15, Duesseldorf University of Applied Sciences.
  2. Andreas Peichl & Nico Pestel & Hilmar Schneider & Sebastian Siegloch, 2011. "Reform der Hartz IV‐Hinzuverdienstregelungen: Ein verfehlter Ansatz," Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Verein für Socialpolitik, vol. 12(1), pages 12-26, 02.

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