In dieser Arbeit untersuchen wir die Auswirkung des Einschulungsalters auf den späteren schulischen Erfolg. Grundlage der empirischen Analysen sind zwei unterschiedliche Datensätze für Deutschland, die Individualdaten von Schülern am Ende der Grundschule und in der weiterführenden Schule enthalten. Das methodische Vorgehen stützt sich auf Instrumentalvariablenschätzungen, die die exogene Variation des Geburtsmonats verwenden. Dieser Ansatz nutzt den Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und Einschulungsalter, der auf Grund gesetzlicher Stichtagsregelungen besteht. Es zeigt sich, dass sich ein höheres Einschulungsalter signifikant positiv auf den späteren schulischen Erfolg auswirkt: So liegen für Schüler, die mit sieben, anstatt mit sechs Jahren eingeschult werden, die Testergebnisse in der standardisierten Grundschul- Lese-Untersuchung IGLU um etwa 0.4 Standardabweichungen höher als bei den relativ jüngeren Schülern und die Wahrscheinlichkeit, ein Gymnasium zu besuchen, steigt für die älter eingeschulten Kinder um etwa 12 Prozentpunkte.
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