Die volkswirtschaftliche Bedeutung des deutschen Messewesens ist grundsätzlich unbestritten, weniger klar ist jedoch die Größenordnung des gesamtwirtschaftlichen Effekts. Auch die Eigentümerstrukturen deutscher Messegesellschaften werden zurzeit diskutiert: Die meisten deutschen Messegesellschaften sind im Eigentum von Städten und Ländern, die sich finanziell sehr unterschiedlich engagieren. Dr. Hermann Kresse, AUMA, sieht die Voraussetzungen für eine komplette Privatisierung des Messegeschäfts gegenwärtig nicht gegeben. Für Prof. Dr. Robert K. von Weizsäcker, Technische Universität München, ist eine Vollprivatisierung der deutschen Messeindustrie der einzig sinnvolle Privatisierungsansatz. Horst Penzkofer, ifo Institut, weist darauf hin, dass Veranstaltungsgeschäft und Messeinfrastruktur noch nicht als Wettbewerbseinheit betrachtet werden können: "Während die meisten Messegesellschaften schon wie private Messeveranstalter auf dem Markt agieren und im Veranstaltungsgeschäft Erträge erwirtschaften, somit eine Privatisierung des Durchführungsgeschäfts durchaus vorstellbar ist, sind die Voraussetzungen für eine wettbewerbsadäquate Vermarktung der Immobilien bzw. Messeinfrastruktur zurzeit noch nicht gegeben."
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Article provided by Ifo Institute for Economic Research at the University of Munich in its journal ifo Schnelldienst.