Ausgehend von den konventionellen Ansätzen der Wachstumstheorie, von keynesianischen Ansätzen (Harrod 1939 und Domar 1946) über die neoklassische Modelle (Solow 1956) bis zur endogenen Wachstumstheorie (Romer 1986 und 1990) fußen wachstumspolitische Vorschläge einerseits auf Formen der Investitionsförderung, und andererseits auf der Unterstützung von Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im internationalen Vergleich sind die entsprechenden empirischen Indikatoren allerdings auffallend gering. Somit stellt sich die Frage, worauf die durchaus beachtlichen Wachstumserfolge Österreichs beruhen. In diesem Aufsatz wird in einem theoretischen Ansatz argumentiert, daß die Vertiefung der Arbeitsteilung, die hohe Qualifikation der Facharbeiter/inn/en, die Rolle der aktiven Nachfragesteuerung und die institutionellen Rahmenbedingungen in Österreich hierzu wesentlich beigetragen haben. Aufbauend auf diesen theoretischen Überlegungen wurden - spezifisch für Österreich - wachstumspolitische Reformvorschläge entwickelt, die ausgaben-, vor allem aber nachfrageseitige Orientierung aufweisen. Insbesondere sollten Maßnahmen wie die Förderung der Lehrlingsausbildung und der beruflichen Weiterbildung, der Ausbau des dualen Bildungssystems und aktive Fiskalpolitik basierend auf progressiver Einkommensbesteuerung Erfolge bei der Belebung des Wirtschaftswachstums erzielen.
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Publisher Info
Paper provided by Vienna University of Economics and B.A. Research Group: Growth and Employment in Europe: Sustainability and Competitiveness in its series Working Papers with number
geewp05.