Ökonomen sehen Armut in aller Regel als strukturelles Problem und versuchen, sie mit Wirtschaftswachstum zu überwinden. Nach einer Diskussion verschiedener Armutskonzepte wird daher zunächst auf die Wachstumsproblematik eingegangen und gezeigt, weshalb es Sinn macht, Armut mit strukturellen Maßnahmen zu bekämpfen. Dass es dabei auch Verlierer geben kann, ist unbestritten, macht entsprechende Vorschläge jedoch nicht von vornherein hinfällig. Danach soll am Beispiel der ‚negativen Einkommensteuer‘ gezeigt werden, wie Ökonomen sich Maßnahmen gegen individuelle Armut vorstellen. Schließlich soll auf die Arbeiten von AMARTYA K. SEN eingegangen werden, der u.a. gezeigt hat, wie Hungersnöte nicht allein (oder vielleicht nicht einmal vorwiegend) durch Missernten entstehen, sondern vor allem durch bestimmte gesellschaftliche Bedingungen. Die Arbeit schließt mit einigen eher grundsätzlichen Bemerkungen zur ökonomischen Analyse der Armutsproblematik.
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