Christina Benita Wilke () (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging (MEA))
Abstract
Der demographische Wandel ist einer der großen „Megatrends“, der die politische, soziale und ökonomische Situation in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten entscheidend verändern wird. Dabei werden die einzelnen Bundesländer mit teils recht unterschiedlichen Konsequenzen dieses Wandels konfrontiert sein. Während einige Länder bereits heute mit einer deutlichen Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung zu kämpfen haben, profitieren andere Länder von den positiven Wanderungsströmen aus diesen entwicklungsschwachen Gebieten. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Situation in Bayern. Während für Bayern bis 2020 noch ein deutlicher Bevölkerungszuwachs prognostiziert wird und auch danach die Bevölkerungszahl voraussichtlich nur langsam auf das heutige Niveau zurückgehen wird, ist das Land vom Alterungsprozess ebenso betroffen wie andere Bundesländer auch. Im Jahr 2050 werden etwa doppelt so viele ältere Menschen in Bayern leben wie heute (Abschnitt 1). Diese Alterung der Gesellschaft hat tief greifende Auswirkungen auf unser Wirtschaftssystem, da sich zugleich der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter deutlich verringern wird. Dies wird unseren Arbeitsmarkt langfristig von einem Anbieter- in einen Nachfragermarkt verwandeln (Abschnitt 2). Aber auch auf den Kapitalmärkten werden die Implikationen des demographischen Wandels spürbar sein (Abschnitt 3). Zudem wird der zunehmende Anteil Älterer in unserer Gesellschaft die umlagefinanzierten Sozialversicherungssysteme unter Druck setzen. Insbesondere bei der Rentenversicherung haben hier in den letzten Jahren bereits erste Reformen mit dem Ziel einer Sicherung der langfristigen Finanzierbarkeit dieser Systeme stattgefunden (Abschnitt 4). Bei all diesen Herausforderungen sollte jedoch nicht vergessen werden, dass dieser Alterungsprozess zu einem großen Teil auf einer sehr erfreulichen Entwicklung beruht: Wir leben länger und bleiben länger gesund. Gelingt es der Politik, rechtzeitig auf die angesprochenen Herausforderungen zu reagieren, so können wir diesen längeren Lebensabend auch genießen.
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Paper provided by Mannheim Research Institute for the Economics of Aging (MEA), University of Mannheim in its series MEA discussion paper series with number
06106.
Length: Date of creation: 23 May 2006 Date of revision: Handle: RePEc:mea:meawpa:06106
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Börsch-Supan, Axel & Reil-Held, Anette & Rodepeter, Ralf & Schnabel, Reinhold & Winter, Joachim, 2000.
"The German Savings Puzzle,"
Sonderforschungsbereich 504 Publications
01-07, Sonderforschungsbereich 504, Universität Mannheim & Sonderforschungsbereich 504, University of Mannheim.
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Börsch-Supan,Axel & Reil-Held, Anette & Rodepeter, Ralf & Schnabel, Reinhold, .
"The German Savings Puzzle,"
IVS discussion paper series
594, Institut für Volkswirtschaft und Statistik (IVS), University of Mannheim.
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Borsch-Supan, Axel & Reil-Held, Anette & Rodepeter, Ralf & Schnabel, Reinhold & Winter, Joachim, 2001.
"The German Savings Puzzle,"
Research in Economics,
Elsevier, vol. 55(1), pages 15-38, March.
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