Für eine Gruppe von DAX-Unternehmen wird die Bedeutung von Noise Trading für das Pricing von Stamm- und Vorzugsaktien untersucht. Dabei kann für Renditen von Long-Short Portfolios gebildet aus Index- und Nicht-Indexgattung Excess-Comovement mit dem Markt nachgewiesen werden. Unter der Annahme, dass zugrunde gelegte Aktiengattungen fundamental identisch sind, lässt sich das Noise-Trader-Risiko in einem modellfreien Ansatz abschätzen. Rund 80% der Variation in Wochenrenditen kann fundamental erklärt werden. Die Restgröße scheint auch unter Berücksichtigung möglicher Transaktionskosten beachtlich. Ableitbares Noise-Trader-Risiko ist im Zeitverlauf starken Schwankungen ausgesetzt. Werte für die bedingte Volatilität der Long-Short Portfoliorenditen rangieren zwischen 0,6% und 5,8% pro Woche. Die Sichtweise, dass Stimmrechtsprämien unter anderem die Reflexion kumulativer Effekte aus korreliertem Noise Trading darstellen, ist neu.
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