"Als Bedingung für ihren Beitritt zur Europäischen Union mussten sich die im Mai 2004 aufgenommenen zehn neuen Länder den ökonomischen, rechtsstaatlichen und demokratischen Standards der Europäischen Union angleichen und das EU-Recht übernehmen. Zu den Beitrittskriterien gehörte unter anderem auch die Umsetzung des Grundsatzes der Chancengleichheit von Frauen und Männern und des Gender Mainstreaming. Insbesondere die osteuropäischen Länder standen im Rahmen dieses Beitritts besonderen Herausforderungen gegenüber: Nicht nur der Beitritt musste bewältigt werden, diese Länder hatten sich darüber hinaus aufgrund ihres politischen und wirtschaftlichen Transformationsprozesses seit 1989 mit gravierenden Veränderungen auseinander zu setzen. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage nach der sozio-ökonomischen Realität von Frauen und Männern in den drei osteuropäischen Ländern Polen, Tschechien und Ungarn, wobei der Themenkomplex Arbeitsmarkt und Sozialpolitik - insbesondere mit Blick auf das Geschlechterverhältnis und die weibliche Arbeitsmarktpartizipation - im Mittelpunkt steht. Entlang der Achse Bildung - Familienstand - Alter zeigen sich in allen drei Ländern bezogen auf das Geschlechterverhältnis ähnliche Ungleichheitsmuster wie in den 'alten' EU-Staaten. Gleichwohl zeigten sich auch länderspezifische Differenzen, deren genauere Analyse möglicherweise neue Formen wohlfahrtsstaatlicher Regime zutage fördern würde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Publisher Info
Paper provided by Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg [Institute for Employment Research, Nuremberg, Germany] in its series IAB-Forschungsbericht with number
200613.