Die Erbschaft- und Schenkungsteuer muss grundlegend reformiert werden. Grund- und Betriebsvermögen sollen nach dem Ertragswertverfahren bewertet werden. Das bedeutet eine deutliche Annäherung an die Verkehrswerte, macht jedoch das Besteuerungsverfahren aufwändiger und streitanfälliger. Ein moderater Freibetrag für Betriebsvermögen sowie Stundungsregelungen für die Steuerbelastung reichen aus, um Probleme bei der Unternehmensnachfolge zu mildern. Mögliche Mehreinnahmen aus der Höherbewertung des Grund- und Betriebsvermögens von schätzungsweise einem Drittel des bisherigen Aufkommens sollten primär für die Senkung der Steuersätze verwendet werden, sofern die Reform aufkommensneutral sein soll. Da es bisher keine empirische Evidenz für besondere wirtschaftliche Nachteile der Erbschaftsbesteuerung gibt, ist eine deutliche Steuerentlastung oder sogar Abschaffung der Erbschaftsteuer nicht sinnvoll.
Download Info
To download:
If you experience problems downloading a file, check if you have the
proper application to
view it first. Information about this may be contained
in the File-Format links below. In case of further problems read
the IDEAS help
file. Note that these files are not on the IDEAS
site. Please be patient as the files may be large.
Publisher Info
Paper provided by DIW Berlin, The German Socio-Economic Panel (SOEP) in its series SOEPpapers with number
52.
Find related papers by JEL classification: H21 - Public Economics - - Taxation, Subsidies, and Revenue - - - Efficiency; Optimal Taxation D31 - Microeconomics - - Distribution - - - Personal Income and Wealth Distribution D91 - Microeconomics - - Intertemporal Choice and Growth - - - Intertemporal Consumer Choice; Life Cycle Models and Saving
This paper has been announced in the following NEP Reports: