"In der bisherigen Diskussion um die Beschäftigungseffekte des weltwirtschaftsinduzierten Strukturwandels in der Bundesrepublik Deutschland wurde der Aspekt vernachlässigt, daß der Arbeitsmarkt segmentiert ist. Theoretische Überlegungen und Ergebnisse empirischer Untersuchungen weisen auf einen dreigeteilten Arbeitsmarkt mit betrieblichem, berufsfachlichem und externem Segment hin. Aufgrund vorliegender Untersuchungen können Beschäftigungseffekte des welthandelsinduzierten Strukturwandels betrachtet werden, wobei sich zunächst strukturelle Probleme und Anpassungserfordernisse abzeichnen. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen 'freigesetzten' und 'zusätzlich nachgefragten' Arbeitskräften hinsichtlich Geschlecht, Qualifikation und Beruf sowie der Verteilung auf Wirtschaftszweige und Regionen. In diesem Kontext wird deutlich, daß segmentierte Arbeitsmärkte sowohl eine eingeschränkte arbeitskraftabhängige Mobilitätsbereitschaft als auch eingeschränkte arbeitskraftunabhängige Mobilitätsmöglichkeiten in bezug auf Betriebe, Berufe und Regionen mit verursachen können. Die mit Strukturwandel verbundenen Anpassungskosten können durch Arbeitsmarktsegmentation erhöht oder gesenkt werden. Neben Zutrittsbeschränkungen spielen hierfür interne Arbeitsmärkte und die mit ihnen verbundene interne Form der Bewältigung von Anforderungen des strukturellen Wandels eine Rolle." (Autorenreferat)
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