"Angesichts der anhaltenden ökonomischen Krise und der damit verbundenen Perspektivlosigkeit insbesondere für Jugendliche erhält Beratung zunehmend Einfluß - im negativen wie im positiven Sinn. Sie kann über "cooling out"-Mechanismen Anpassungprozesse befördern oder sie kann als entwicklungsbegleitende Beratung die jeweiligen Schritte der Jugendlichen unterstützen. In dem Aufsatz wird den Fragen nachgegangen, was Beratung überhaupt für Jugendliche zu leisten vermag und wie Jugendliche ihre Erfahrungen mit Beratung schildern. Die Analyse der Leistungsmöglichkeit von Beratung überhaupt ergibt zunächst eine erhabliche Skepsis von seiten der Jugendlichen, gleichzeitig auch ein Bedürfnis nach Unterstützung und Hilfe. Die organisatorischen Bedingungen, unter denen Beratung erfolgt, erschweren jedoch die Einlösung dieses Anspruchs sehr. Die Unverbundenheit der Beratungsangebote, die mangelnde räumliche und finanzielle Ausstattung, vor allem aber das von Jugendlichen empfundene offensichtliche Unverständnis des Beratungspersonals ihren Problemen gegenüber, beinhalten die Gefahr, daß Beratung statt Hilfe zu geben, Orientierungslosigkeit verstärkt. Perspektiven von Beratung können nur entwickelt werden, wenn Berater und Beraterinnen über eigene Handlungskonzepte verfügen." (Autorenreferat)
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