"Ausgangspunkt ist der Befund, daß Jugendliche zwar im Durchschnitt kürzer arbeitslos sind als Erwachsene, dafür aber anteilsmäßig wesentlich mehr von ihnen arbeitslos werden: So ergibt eine Zerlegung der Arbeitslosenquote für das Jahr 1977, daß etwa 19% der jugendlichen Erwerbspersonen mindestens einmal arbeitslos wurden, während diese sogenannte Betroffenheitsquote bei allen Erwerbspersonen nur 11,5% betrug. Jugendliche waren allerdings im Durchschnitt etwa einen Monat weniger lang arbeitslos als Erwachsene. Verschiedene Hypothesen über die Ursachen dieser Unterschiede zwischen arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen wird mit einer Analyse der Bewegung in und aus Arbeitslosigkeit nachgegangen. Uter anderem wird dabei als ein wesentlicher Grund für die im Durchschnitt kürzere Arbeitslosigkeitsdauer Jugendlicher ermittelt, daß diese als 'frische Kräfte' auf dem Arbeitsmarkt für Arbeitgeber vielfach attraktiver sind als die dem langjährigen Strukturalisierungsprozeß unterworfenen Erwachsenen. Als besondere arbeitsmarktpolitische Zielgruppe unter den jugendlichen Arbeitslosen müssen allerdings Arbeiter und Arbeiterinnen ohne Hauptschulabschluß angesehen werden. Auf sie konzentriert sich ein nicht unwesentlicher Teil der (registrierten) Arbeitslosigkeit Jugendlicher."
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