Wird das Wachstum der Bruttowertschöpfung des Finanzsektors auf herkömmliche Weise in seine Komponenten zerlegt, scheinen Investitionen in Informations- und Kommunikations-Technologien eine große Bedeutung zu haben. Bei einem umfassenderen Berechnungsansatz zeigt sich jedoch, dass Wachstum vor allem aus dem vermehrten Einsatz von Arbeitskräften mit mittlerer Qualifikation resultiert. Erst dann können die technologischen Möglichkeiten voll genutzt werden. Produktivitätssteigerungen im Finanzsektor sind außerdem das Ergebnis der Restrukturierung der Wertschöpfungsketten zugunsten externer Vorleistungen. Fallstudien und mikro-ökonomische Annahmen bestätigen diese Zusammenhänge. Komparative Vorteile einzelner Länder liegen in den Unterschieden der Regulierung des Arbeitsmarkts, Einschränkungen der Arbeitskräftemobilität, staatlicher Regulierung oder der Knappheit qualifizierten Managements. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland hier in der Spitzengruppe.
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Article provided by DIW Berlin, German Institute for Economic Research in its journal Wochenbericht.
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