Syrien steht mitten in einem wirtschaftlichen Reformprozess. Dieser ist notwendig, da die Ölreserven zur Neige gehen, wodurch die Leistungsbilanz stark negativ geworden ist. Gleichzeitig ist die Unterbeschäftigung hoch und das Pro-Kopf-Einkommen stagniert. Subventionen und Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind zu hoch - Arbeitsproduktivität, Steuereinnahmen und Export sind zu niedrig. Die Schattenwirtschaft blüht. Allerdings verhindern politische und ideologische "Tabus" eine zügige Umsetzung der Reformen. Die Einführung einer Mehrwertsteuer, der Abbau von Subventionen - vor allem für Ölprodukte -, die Integration der Flüchtlinge aus dem Irak, eine Verbesserung der Beziehungen zu Israel oder die Privatisierung von Staatsunternehmen kommen nicht voran. Schließlich fehlt es Syrien an Fachkräften für die Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle der zu ergreifenden Maßnahmen. Vor allem in diesem Bereich, aber auch im Handel können die internationale Gemeinschaft und besonders die EU unterstützend wirken, während die syrische Regierung durch mehr Transparenz bei ihren Reformmaßnahmen Vertrauen bei der eigenen Bevölkerung, aber auch international gewinnen würde.
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Article provided by DIW Berlin, German Institute for Economic Research in its journal Wochenbericht.
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