Die wirtschaftlichen Beziehungen der EU zu Russland werden bisher dominiert von Öl- und Gasimporten der EU einerseits und Investitionsgüterimporten Russlands andererseits. Die unmittelbar bevorstehende russische Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) wird den Handel insgesamt fördern und so die relative Bedeutung der russischen Energieexporte in die EU etwas dämpfen, an deren Dominanz aber nicht viel ändern. Für die gesamtwirtschaftliche Produktion der EU wird die WTO-Mitgliedschaft Russlands keine großen Auswirkungen haben. Die wichtigste dürften deutlich steigende Dienstleistungsexporte sein. Die zwischen der EU und Russland diskutierte Freihandelszone muss dagegen kritisch betrachtet werden, weil andere Länder davon negativ betroffen wären und weil die Abhängigkeit der EU von russischen Energielieferungen weiter zunähme. Zu einer Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen mit Russland kann die EU beitragen, indem sie die Neuordnung ihrer Energiemärkte vorantreibt und so russische Kapitalbeteiligungen in diesem Bereich erleichtert. Darüber hinaus sollte die EU die Handelsbeschränkungen im Agrarbereich deutlich reduzieren. Dies könnte Russland dazu bewegen, die Energielieferungen in die EU durch langfristige Vereinbarungen zu sichern. Dadurch würden sich letztlich die Bedingungen für gegenseitige Investitionen in allen Wirtschaftsbereichen verbessern.
Download Info
To download:
If you experience problems downloading a file, check if you have the
proper application to
view it first. Information about this may be contained
in the File-Format links below. In case of further problems read
the IDEAS help
file. Note that these files are not on the IDEAS
site. Please be patient as the files may be large.
Publisher Info
Article provided by DIW Berlin, German Institute for Economic Research in its journal Wochenbericht.
Volume (Year): 74 (2007) Issue (Month): 16 () Pages: 225-230 Download reference. The following formats are available: HTML,
plain text,
BibTeX,
RIS (EndNote),
ReDIF