Innovationen sind neue Produkte und Verfahren, die erfolgreich in Märkte eingeführt worden sind. Sie entstehen durch die Generierung neuen Wissens aus Forschung und Entwicklung (FuE) und sind eine wichtige Quelle für wirtschaftliches Wachstum. Dieser Zusammenhang ist eine Begründung für die in Lissabon (2000) und Barcelona (2002) gefassten Beschlüsse des EU-Rates, die eine Erhöhung der (privaten und öffentlichen) Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) auf 3 % des Bruttoinlandsprodukts vorsehen, um Europa „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen – einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen“. In Deutschland liegt die FuE-Intensität derzeit bei 2,5 %. Eine Erhöhung auf 3 % würde somit eine deutliche Ausweitung der privaten und/oder öffentlichen Ausgaben bedeuten. Jedoch wird die Steigerung der FuE-Ausgaben allein nicht zum gewünschten Ziel von Produktivitätszuwächsen und wirtschaftlichem Wachstum führen; auch die Rahmenbedingungen müssen richtig gesetzt sein. Ein gutes Bildungssystem ist ebenso eine notwendige Voraussetzung wie die Vernetzung der an Innovationsprozessen beteiligten Akteure und eine innovationsfreundliche Gestaltung der Faktor- und Produktmärkte. Damit sind Herausforderungen für die deutsche Innovationspolitik verknüpft.
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Article provided by DIW Berlin, German Institute for Economic Research in its journal Wochenbericht.