Die rasante Verbreitung von Computern und Internetanschlüssen in privaten Haushalten hat auch eine neue Form der Durchführung von geschäftlichen Transaktionen, den elektronischen Handel bzw. E-Commerce, hervorgebracht. Trotz enormer Zuwachsraten im zurückliegenden Jahrzehnt sind der Anteil der Kunden, die ihre Käufe elektronisch abwickeln, und die Internetumsätze zumeist allerdings noch sehr gering. Dies sind ausgewählte Ergebnisse einer Untersuchung zum elektronischen Handel in Berlin. Befragt wurden Einzelhändler und Dienstleister, die mit diesem neuen Geschäftsmodell arbeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf sogenannten Multichannel-Unternehmen, die sowohl traditionelle Absatz- und Vertriebswege als auch den elektronischen Handel nutzen. Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge setzen gut zwei Fünftel der Unternehmen im elektronischen Handel die gleichen Instrumente ein wie im traditionellen Vertrieb; dies gilt vor allem auch für die Preissetzung. Für ihren Erfolg - so die überwiegende Einschätzung der Unternehmen - ist der gute Ruf des Unternehmens bedeutender als "harte Fakten", beispielsweise Preise. Viele Unternehmen geben an, dass bei ihnen durch den elektronischen Handel keine Auswirkungen auf das traditionelle Geschäft zu verzeichnen sind. Für die erfolgreiche Entwicklung des Internetvertriebs wird der Standort als relativ unwichtig angesehen. Für wichtig befunden werden hingegen die durch Wirtschafts- und Technologiepolitik gesetzten Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten zur spezifischen Aus- und Weiterbildung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien.
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Article provided by DIW Berlin, German Institute for Economic Research in its journal Wochenbericht.
Volume (Year): 71 (2004) Issue (Month): 38 () Pages: 547-556 Download reference. The following formats are available: HTML,
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