Mit dem Transformationsprozess in Ostdeutschland seit Beginn der 90er Jahre hat sich der Einkommensabstand zwischen Ost- und Westdeutschland deutlich verringert. Nach Ergebnissen des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) haben sich die verfügbaren Einkommen in Ostdeutschland bis zum Jahre 1998 dem westdeutschen Einkommensniveau auf rund 80 %, kaufkraftbereinigt sogar auf 85 % genähert. Ermöglicht wurde diese Annäherung vor allem durch die anhaltend hohen Transfers nach Ostdeutschland, denn die Markteinkommen entwickelten sich weit schwächer; diese stagnieren hier seit 1994 und kamen im Jahre 1998 nur auf 70 % des Niveaus in Westdeutschland. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland sank das Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit im Durchschnitt aller Haushalte nach einem vorübergehenden Anstieg sogar wieder auf das Niveau von Anfang der 90er Jahre. Die haushaltsbezogene Verteilung der Markteinkommen ist dabei in beiden Regionen Deutschlands insgesamt deutlich ungleicher geworden; dazu trug vor allem die Zunahme der Haushalte mit geringem oder keinem Erwerbseinkommen bei. In Ostdeutschland kam es zu einer stärkeren Spreizung der Markteinkommen, die am Ende der 90er Jahre das Ausmaß an Ungleichheit in Westdeutschland übertraf.
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Article provided by DIW Berlin, German Institute for Economic Research in its journal Wochenbericht.
Volume (Year): 68 (2001) Issue (Month): 4 () Pages: 51-56 Download reference. The following formats are available: HTML,
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