Das sozio-oekonomische Panel, heute meist als SOEP bezeichnet, ist zu einem wichtigen Teil der weltweiten wissenschaftsgetragenen Forschungs-Infrastruktur der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften geworden. Der Datensatz wird heute national wie international vielfältig genutzt und hat enge Fachgrenzen längst überwunden. Mit bald 25 auswertbaren Wellen verfügt dieses Haushaltspanel über ein beträchtliches Datenvolumen. Das SOEP ist aber auch ein Stück erfolgreicher Wissenschaftspolitik, an der mehrere Universitäten, ein Wirtschaftsforschungsinstitut, ein privat-gewerbliches Umfrageinstitut, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, einige Bundesministerien, mehrere Wissenschaftsministerien der Länder und die Bund-Länder-Kooperation bei der Forschungsförderung Anteil hatten und haben. Es ist zugleich das Werk vieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die dieses Projekt gestaltet, gefördert und begleitet haben. Vor dem Hintergrund des inzwischen allseits anerkannten Erfolgs mag es nach 25 Jahren reizvoll sein, einmal zurück zu blicken und sich mit den Anfängen dieser Längsschnittstudie zu beschäftigen. Dabei sollen die folgenden Ausführungen auf den Zeitraum bis zur Bewilligung und damit den Start des SOEP beschränkt werden. Am Anfang der Geschichte des sozio-oekonomischen Panels stehen ganz persönliche Erfahrungen, Einschätzungen und Fehleinschätzungen. Will man etwas über die Motive erfahren, die letztendlich zum SOEP führten, ist hierüber zu berichten; auch wenn dabei unvermeidbar ist, dass ich von meiner eigenen Arbeit spreche.
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