Der Beitrag skizziert zunächst die gegenwärtigen Herausforderungen an das globale Energiesystem und stellt das vorhandene Wissen zu energieeffizienten Lösungen in allen Sektoren dar. Dabei geht es nicht nur um die Umwandlung von Primär- in Nutzenergie, sondern - wichtiger noch - von Nutzenergie in Energiedienstleistungen (Materialeffizienz und Substitution). Bei der Analyse der Effizienzpotentiale werden die Lebenszyklen von Gebäuden und Infrastruktur berücksichtigt, die den Energieverbrauch der nächsten 60 bis 70 Jahre bestimmen. Das Ergebnis - eine Verminderung des gegenwärtigen Pro-Kopf-Energieverbrauchs um den Faktor 3, auch 2000-Watt-Gesellschaft genannt, wird kurz diskutiert, ebenso wie organisatorische Maßnahmen und unternehmerische Innovationen, die unmittelbar umsetzbar wären. Neben einer Abhandlung der klassischen Gründe für die fehlende Umsetzung profitabler Energieeffizienzpotentiale plädiert der Beitrag für mehr Kreativität und Vertrauen in die Motivation und Gelegenheiten von Akteuren und für eine Analyse der relevanten Akteure des betroffenen Innovationssystems. Abschließend werden die Aktivitäten zum Energiegipfel sowie der Aktionsplan der EU für Energieeffizienz kurz unter Verwendung der entwickelten Kriterien diskutiert.
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