Horst Entorf () (Institut für Volkswirtschaftslehre (Department of Economics), Technische Universität Darmstadt (Darmstadt University of Technology)) Susanne Meyer () (Institut für Volkswirtschaftslehre (Department of Economics), Technische Universität Darmstadt (Darmstadt University of Technology))
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Eine rationale Kriminalpolitik zeichnet sich durch ihre Orientierung an einem effizienten System zur Vermeidung von Kriminalität aus. Effizienz bedeutet dabei die Erzielung eines größtmöglichen Erfolgs unter Berücksichtigung gegebener Restriktionen. Eine sehr wichtige Rolle spielt in diesem komplexen System der Bestrafung und der Prävention der Erfolg des Strafvollzugs. Die Erfolgsmessung eines Strafsystems erweist sich als fundamental für die Analyse einer rationalen Kriminalpolitik. Messbare Erfassung von Erfolg oder Misserfolg ist Voraussetzung für die Evaluierung eines bestehenden Strafvollzugs gegenüber alternativen Strafsystemen, und Messbarkeit liefert so die praktischen Grundlagen für eine effiziente und rationale Gestaltung von Justizreformen. Das Erfolgsziel besteht für unseren Strafvollzug in dem maximal erzielbaren Nutzen für unsere Gesellschaft im Sinne von Schutz vor Kriminalität, Rehabilitation usw. Eine rationale Sichtweise verlangt, diesem Nutzen die Kosten des Strafvollzugs - betriebs- wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Art - gegenüber zu stellen. Eine vollständige Evaluation eines Sanktionssystems verlangt folglich - in stark verkürzter Form - die Beantwortung der Frage, ob der Nutzen der Strafmaßnahmen (vermiedene Kriminalität) die Kosten der Strafmaßnahmen überschreitet oder nicht. Der folgende Artikel stellt am Beispiel des Strafvollzugs jene Faktoren vor, die in die in eine Kosten-Nutzen-Analyse einfließen sollten und zeigt zum anderen Probleme auf, die bei der Bestimmung bzw. Erfassung der Kosten-Nutzen-Komponenten auftreten können.
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Paper provided by Institut für Volkswirtschaftslehre (Department of Economics), Technische Universität Darmstadt (Darmstadt University of Technology) in its series Darmstadt Discussion Papers in Economics with number
129.
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