Um die Arbeitsanreize und die Verteilungsgerechtigkeit des Arbeitslosengeldes II (ALG II) zu analysieren, ist eine Quantifizierung des Arbeitsleides und des Wertes der Haushaltsproduktion in verschiedenen Haushaltstypen notwendig. Da diese Größen nicht direkt beobachtbar sind, verwendet die vorliegende Studie Befragungsdaten. Es zeigt sich, dass das ALG II zu zwei Grundproblemen führt: Zum einen sind die Arbeitsanreize gerade für kinderreiche Haushalte sehr gering, zum anderen werden Mehrpersonenhaushalte, insbesondere Familien mit Kindern beim ALG II finanziell benachteiligt. Um diese Probleme zu mildern, sollten Maßnahmen vorangetrieben werden, die den Lebensstandard von Familien mit Kindern im Rahmen des ALG II erhöhen und gleichzeitig die Opportunitätskosten einer Arbeitsaufnahme senken. Geeignet erscheint hier insbesondere eine Ganztagsbetreuung von Kindern mit kostenfreien Mahlzeiten.
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Paper provided by Kiel Institute for the World Economy in its series Kiel Working Papers with number
1390.