Die Einführung des Halbeinkünfteverfahrens hat erhebliche Auswirkungen auf die Steuerbelastung von Ausschüttungen aus Kapitalgesellschaften und damit auf die Unternehmensbewertung. Bisherige Beiträge hierzu beschäftigen sich ausschließlich mit dem "reinen" Halbeinkünfteverfahren, d. h. mit der Berücksichtigung von Ausschüttungen, deren Besteuerung vollständig den neuen Regelungen unterliegen. Während einer 18-jährigen Übergangszeit werden jedoch die im Anrechnungsverfahren gebildeten Rücklagen weitergeführt. Ausschüttungen aus diesen unterliegen speziellen steuerlichen Belastungen. Die Höhe der Steuerbelastung der diskontierten Zukunftserfolge wird von diesen steuerlichen Übergangsregeln wesentlich beeinflusst. Der vorliegende Beitrag integriert die Auswirkungen dieser Übergangsregelungen in die Discounted Cashflow-Methodik. Die abgeleiteten Bewertungsformeln bestätigen die gegenwärtig diskutierte Relevanz von Einbehaltungen im neuen Steuersystem. Sie bieten so die Grundlage für die Weiterentwicklung der Theorie der Unternehmensbewertung sowie auch deren weiterer Umsetzung in den Bewertungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW S 1).
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