Volkmar Botta () (University of Jena, Faculty of Economics) Martin Köhler () (PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin)
Abstract
Für die Erstellung des Jahresabschlusses relevante Informationen zu vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignissen liegen oftmals erst nach dem jeweiligen Abschluss-Stichtag vor. Diese Problematik behandelt das Regelwerk der IFRS im IAS10. Danach sind im Abschluss der abgelaufenen Periode nur "Adjusting Events" zu berücksichtigen. Sie betreffen Ereignisse, die am Bilanzstichtag bereits vorlagen. Konkretisiert wird der Terminus "Adjusting Events" durch Aufzählung von Beispielsachverhalten. Sie lassen erkennen, dass IAS10 die objektive Wertaufhellungskonzeption vertritt. Der Aufhellungszeitraum endet am Tag der Freigabe zur Veröffentlichung durch die Aufstellungsorgane. Der konkrete Zeitpunkt ist nach Maßgabe des Substance over Form-Grundsatzes zu bestimmen. Er kann durch einen schriftlichen Genehmigungsakt objektiviert werden. IAS10 regelt nicht explizit die Bewertungsfrage für den Fall, dass innerhalb des Aufhellungszeitraums Zweifel an der Prämisse der Unternehmensfortführung entstehen. Bewertungsansätze können dann anhand von IFRS 5 hergeleitet werden.
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