Die Produktivitätsniveaus in den Industrien der früheren sozialistischen Wirtschaften (einschließlich Ostdeutschlands) sind bekanntermaßen wesentlich niedriger als in westlichen Ländern. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die möglichen Ursachen der niedrigeren Produktivität auf Firmenebene aufzudecken und die firmenspezifischen Determinanten der Produktivitätslücke zu identifizieren. Für die Ursachenuntersuchung entwickeln die Autoren eine Feldstudie, deren Schwerpunkte auf zwei wichtige Zweige der verarbeitenden Industrie - nämlich Maschinenbau und Möbelmanufakturen – als auch dem Baugewerbe gesetzt worden sind. Kandidaten für firmenspezifische Determinanten der Produktivitätslücke wurden zunächst anhand bereits existierender theoretischer und empirischer Forschungen ausgewählt. Grundlage der empirischen Analyse bildete die einfache Version des „matched-pair“ Ansatzes, in dem getestet wird, ob die ausgewählten Determinanten einen signifikanten Einfluss auf die Produktivitätslücke haben. Die Ergebnisse zeigen, dass in allen drei Wirtschaftszweigen vor allem die Qualität des Humankapitals eine wichtige Rolle bei der Erklärung der Produktivitätslücke spielt. In der verarbeiteten Industrie sind weiterhin die Netzwerkaktivitäten sowie die Nutzung von moderner Kommunikationstechnik (E-Mail, Internet, e-business) von großer Bedeutung. Die Intensität der langfristigen, strategischen Planung des oberen Managements stellt nur im Maschinenbau eine wichtige Determinante dar.
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Paper provided by Halle Institute for Economic Research in its series IWH Discussion Papers with number
183.
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