Seit Mitte der 70er Jahre steigen die Exporte Chiles stetig. Mit zunehmender Exportexpansion ist auch der Industriegüteranteil am chilenischen Gesamtexport gewachsen. Trotz steigender vertikaler Exportdiversifizierung spielen Exporte aus technologischen Zukunftsbranchen eine marginale Rolle. Die industrielle Ausfuhr setzt sich im wesentlichen aus ressourcenbasierten Industriegütern zusammen. Die vorliegende empirische Untersuchung analysiert den Einfluss dieser Faktoren auf das wirtschaftliche Wachstum Chiles an Hand von dynamischen Fehlerkorrekturmodellen. Die Ergebnisse der Kointegationsanalyse sprechen für die These des exportinduzierten Wachstums. Die Resultate zeigen außerdem, dass sich eine Exportdiversifizierung im Sinne einer außenorientierten Industrialisierung positiv auf den aggregierten Output auswirkt, wobei den ressourcenbasierten Industriegütern eine herausragende Rolle für das Wirtschaftswachstum beigemessen werden muss. Für Entwicklungsländer ist dies ein positives Ergebnis, denn Ressourcenreichtum und industrielle Exportdiversifizierung auf Basis naturgegebener Produktionsbedingungen können durchaus als Chance auf dem Weg zu einem selbsttragenden Entwicklungsprozess begriffen werden.
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