Vielfach wurde Deutschland in der Vergangenheit durch die Medien als „Exportweltmeister“ bezeichnet. Die aktuelle Diskussion in Hinblick auf die von Hans-Werner Sinn aufgestellte Basarökonomiethese befasst sich mit der Frage nach der Vorteilhaftigkeit dieses Titels für Deutschland, zumal der Wertschöpfungsanteil der deutschen Exporte nachweislich im Verlauf der zunehmenden Globalisierung abgenommen hat. Auch in der aktuellen Diskussion über die bestehende hohe Arbeitslosigkeit im Inland taucht insbesondere immer wieder die Frage nach der Bedeutung der großen Exporterfolge des Landes für die inländische Beschäftigung auf. Die Auswirkungen zusätzlicher Exporte lassen sich anhand einer Input-Ouput-Analyse quantifizieren. Der folgende Beitrag soll auf der Grundlage von Simulationen klären, welche Beschäftigungseffekte bei einer exogenen Exportsteigerung auftreten und wie sich diese Effekte zwischen 1995 und 2006 verändert haben. Es zeigt sich, dass die Beschäftigungseffekte von Exporten im Zeitablauf in ihrer Stärke abnehmen. Begründungen hierfür können die gestiegene Produktivität im Land, das vermehrte inländische und internationale Outsourcing sowie die höheren Inputkoeffizienten sein.
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