Dieser Aufsatz beschreibt ein Optionsbewertungsexperiment zum Binomialmodell, das mit professionellen Tradern von Finanztiteln durchgeführt wurde. Die Ergebnisse dieses Experiments werden mit denen eines entsprechenden Versuchs mit Studenten verglichen. Es zeigt sich, daß die professionellen Trader sowohl eine geringere Arbitrageausnutzung als auch eine niedrigere erwartete Auszahlung erreichen, was auf eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeitssensitivität zurückgeführt werden kann. Dieses Phänomen wird erklärt mit einem aus den realen Finanzmärkten, auf denen keine Wahrscheinlichkeitsverteilungen vorgegeben sind, übertragenen adaptiven Prozeß zur Wahrscheinlichkeitseinschätzung. Studenten ohne praktische Erfahrung wählen eher einen analytischen Ansatz, der die vorgegebenen Wahrscheinlichkeiten stärker in Betracht zieht und daher zu besserer Performance führt.
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Paper provided by University of Bonn, Germany in its series Discussion Paper Serie B with number
425.
Length: pages Date of creation: Date of revision:
Jan 1998 Handle: RePEc:bon:bonsfb:425
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