Der folgende Beitrag versucht, grundlegende Zusammenhänge zwischen den deutschen Wertpapiermärkten und der Corporate Governance börsennotierter Aktiengesellschaften aufzudecken und ihren Einfluss auf und die Beeinflussung durch das deutsche Konzernrecht darzustellen. Seine zentrale These ist die Notwendigkeit der Abschaffung des Sonderrechts des unternehmerischen Mehrheitsgesellschafters. Dabei werden Grundfragen der Leitung von Aktiengesellschaften in einen Bezug zu aktuellen deutschen, internationalen und europäischen Entwicklungen in Rechtsprechung und Gesetzgebung gesetzt. Insbesondere werden wesentliche Teile des geplanten Gesetzes zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UMAG) analysiert sowie empirische Studien und rechtsvergleichend neuere Entwicklungen im amerikanischen Gesellschaftsrecht berücksichtigt. Schließlich wird aufgezeigt, inwieweit die erforderliche Abschaffung des Konzernrechts durch diese Entwicklungen unterstützt oder behindert werden.
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