"Es wird aus arbeitsmarktpolitischer Sicht ein praktikabler Ansatz zur Messung der Entwicklung von Fördergebieten und zur Beurteilung des Entwicklungsbeitrags von Förderungsmaßnahmen hierzu vorgestellt. Es wird vorgeschlagen, Stand und Entwicklung von Fördergebieten durch einen Indikator auszudrücken. Die zentralen Komponenten des Indikators sind: das Beschäftigtenpotential und sein Auslastungsgrad, die Qualifikationsstruktur der Arbeitsplätze und das relative Einkommensniveau. Daneben werden Meßziffern zur Beurteilung der relativen Intensität und Qualität von Förderungsmaßnahmen auf regionalen Arbeitsmärkten vorgeschlagen. ... Beispielhaft wurde eine hierauf angelegte empirische Arbeitsmarktanalyse in Niederbayern durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden die zwischen 1955 und 1969 - meist mit öffentlicher Förderung - angesiedelten Industriebetriebe über die Arbeitsämter nach der Struktur und Entwicklung ihrer Beschäftigung befragt. Ferner wurde der Arbeitsmarkt dieser Region einer intensiven Struktur- und Entwicklungsanalyse unterzogen. Die Kombination von Betriebsbefragungsergebnissen und Arbeitsmarktanalyse zeigt auf, welchen Beitrag die geförderten Betriebsansiedlungen und -erweiterungen zur quantitativen und qualitativen Arbeitsmarktentwicklung geleistet haben." (Autorenreferat)
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