"Das bestgeeignete klassische A-priori-Maß zur Beurteilung von Prognosemethoden und -ergebnissen ist der durchschnittliche Prognosefehler. ... In die Schätzung des durchschnittlichen Prognosefehlers gehen aber zahlreiche Voraussetzungen ein, die in ihrer Gesamtheit statistisch nicht prüfbar sind. Der Prognostiker muß daher versuchen, mit möglichst wenig ( den Realitätsgehalt einschränkenden) Annahmen auszukommen. "Unerläßliche" Annahmen sind - soweit wie möglich - objektiv zu prüfen. ... An diese Überlegungen schließt sich die Forderung an, die Konsequenzen der Prognose zu bedenken und die Prognosemethode oder die Prognosewerte zu wählen, deren Konsequenzen bei einer Fehlbeurteilung möglichst wenig schädlich sind. Der Prognostiker kann sich angesichts dieser Problematik nicht, zumindest nicht ausschließlich auf die klassischen ökonometrischen Kriterien verlassen, sondern er sollte seine Aufgabe entscheidungstheoretischen Prinzipien unterordnen. Im Mittelpunkt des Aufsatzes steht daher die Forderung, die Prognose als ein Entscheidungsproblem aufzufassen. In dieses geht als wesentlicher Bestandteil eine Kosten-Nutzenfunktion ein."
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