"In der vorliegenden Untersuchung werden die Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft, beruflicher Ausbildung und beruflichem Status analysiert. Die Ergebnisse über den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und beruflicher Ausbildung zeigen, daß sowohl das Ausbildungsniveau als auch die Ausbildungsrichtung sehr stark vom beruflichen Status des Vaters abhängig sind. So haben z.B. von 1000 Söhnen von Beamten siebzehn eine Hochschulausbildung absolviert, von 100 Söhnen von Arbeitern jedoch nur einer. Bei den Studienfächern der Studierenden an Hochschulen ergab sich ebenfalls eine starke Abhängigkeit von der sozialen Herkunft. Arbeiterkinder z.B. sind unter den Studierenden der Medizin und der Rechtswissenschaften nur jeweils mit etwa der Hälfte des Anteils vertreten, mit dem sie an den Studierenden insgesamt beteiligt sind. Bei den Geistes-, Sprach- und Naturwissenschaften und vor allem bei der Katholischen Theologie sind Arbeiterkinder überrepräsentiert. Auch bei den nichtakademischen Ausbildungsgängen zeigten sich solche sozialen Distanzen zwischen bestimmten Herkunftsgruppen und Ausbildungen. Die Analyse des Zusammenhangs zwischen beruflichen Ausbildung und beruflichem Status ergab, daß ein beträchtlicher Teil der männlichen Erwerbspersonen im Laufe seines Berufslebens die berufliche Ausgangsplazierung korrigiert: So sind z.B. 12 % aller Männer mit einer betrieblichen Ausbildung (Lehr- bzw. Anlernausbildung) für einen Arbeiterberuf (aber ohne zusätzliche schulische Berufsausbildung wie z.B. Fachschule) als Angestellte (ohne Meister) tätig. Andererseits zeigte sich auch, daß nahezu ein Fünftel aller Männer mit einer betrieblichen Ausbildung für einen Arbeiterberuf als Hilfs- oder angelernter Arbeiter beschäftigt ist. Die möglichen Gründe für diese Bewegungen wurden analysiert."
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